Ebstorfer Weltkarte um 1300 - Reprint
Die Ebstorfer Weltkarte war im Original eine Rundkarte von 3,5 m Durchmesser auf 30 Pergamentblättern mit Jerusalem als Mittelpunkt. Es soll sich dabei um die Nachahmung einer römischen Weltkarte aus dem 4. Jahrhundert handeln. Es ist die größte Radkarte und Darstellung des Weltbildes aus dem Mittelalter. Sie ist nach ihrem Fundort, dem Benediktinerkloster Ebstorf in der Lüneburger Heide, benannt.
Die Ebstorfer Weltkarte ist die bekannteste und mit Abstand größte Weltkarte aus dem Mittelalter. Das Original ist im Zweiten Weltkrieg verbrannt. Auf einer Pergamentfläche von 3,5 x 3,5m präsentierte die Karte das kreisrunde Abbild der bewohnbaren Welt, des „Orbis terrarum" mit den drei Erdteilen Asien, Europa und Afrika. Die Karte wurde wahrscheinlich um 1300 im Kloster Ebstorf (in der Lüneburger Heide) hergestellt und könnte als Schaustück bei repräsentativen Anlässen verwendet worden sein, ähnlich wie die großformatigen Bildteppiche, die in den niedersächsischen Heideklöstern jener Zeit angefertigt wurden. Der Konvention der mittelalterlichen Radkarten gemäß liegt Osten oben, Asien umfasst die obere Kreishälfte, Europa und Afrika teilen sich die untere Hälfte, dazwischen erstreckt sich in der Senkrechten das Mittelmeer, von zahlreichen Inseln durchsetzt.
Das Reprint hat eine Größe von 97x97 cm.
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